Erst denken, dann schreiben
Heilbronner Stadtzeitung, Nr.
6, 23.03.2923, Seite 2. - Da schreibt der Heilbronner FWV-Stadtrat Herbert
Burkhardt „… Gerne pflege ich weiterhin
gute Kontakte zu allen Menschen, die unsere Werte teilen, egal welcher
Herkunft.“
Ohoh … dann hätten seine
einstigen SPD-Genossen als
Regierungsmitglieder keine „guten Kontakte“ / oder gar keine Kontakte zu
kommunistischen SED-Diktaturen oder den Kommunisten in der Sowjetunion pflegen
dürfen … dazu auch keine gute Kontakte zu Muslimen pflegen - bei uns, im Iran,
Irak, Saudi-Arabien, etc. … und auch
nicht den vielen Diktaturen-Staaten in Afrika und in Asien (China)… denn diese Menschen und
Staaten teilen unsere Werte in Deutschland überhaupt nicht… Herr Stadtrat
Burkhardt, einstiger Sozi-Genosse.
Auch demokratisch gewählte
Stadträte sollten eigentlich nachdenken …
bevor sie Kommentare über unsere demokratischen Werte schreiben. Note
sechs - und sitzen - danach nachsitzen, sofort!!!!
Heiner Dörner, FWV-Stadtrat
Lieber Herr Dörner,
als die beiden Ideologen Kommunismus /
Kapitalismus in Europa und weltweit über Jahre hinweg kurz vor einem
Weltkrieg standen, da wurden diese gefährlichen Konflikte zwischen den
Ländern mit friedlichen Verhandlungen entspannt. Man nannte diese
Verhandlungen „Entspannungspolitik“.
Willy Brandt bekam für seine
Politik den Friedensnobelpreis. Nicht überall kamen Verhandlungen zum
Frieden, sondern zum Krieg - in Südamerika oder Afrika - aber nicht in
Europa. In meinem Kopf stehen die Gedanken von Gandhi an erster Stelle,
wenn es um Gewalt in der Politik geht - vor allem der Gandhi-Gedanke vom
„gewaltlosen Widerstand“.
Es gab viele Verhandlungen um den Konflikt
Ukraine - zum Schluss zwischen USA und Russland. In diesem Konflikt gibt
es leider keinen Gandhi, sondern zwei nationalistische Ländern, bei
denen die 72 jährige Sowjet-Diktatur spürbar ist - im Denken und
Handeln. Jetzt haben wir einen Konflikt und einen Krieg wie in
Afghanistan, Irak oder Syrien. Diese Ukraine-Konflikt schwelt seit 2014.
Und der Westen hat diesen Konflikt über Jahre hinweg nicht ernst
genommen, vor allem die Sicherheitsposition von Russland. Also keine
„Entspannungspolitik“ betrieben. Militärs wissen sehr genau, wie seit
Korea oder Vietnam ein moderner Krieg abläuft. Ein NATO-General meinte
vor Tagen, Ukraine wird zu einem „Afghanistan2“.
Ich empfehle Ihnen das
NZZ-Interview mit Hans von Dohnanyi vom 19.032022. Ich will verstehen,
wie dieser nationalistische Konflikt entstand. Ich hetze weder gegen
Russland oder Ukraine - aber ich hetze gegen nationalistische Menschen,
die Krieg als notwendig bei verschiedenen Ideologien (auch Religionen)
halten - mit vielen Toten und Verwüstungen.
Ich habe bei manchen
deutschen Journalisten und Politikern jetzt den Eindruck, sie wälzen
sich in Lust im menschlichen Blutsee eine Krieges. Hintergrund: Eine
grauenvolle deutsche Tradition aus den beiden (braunen und roten)
Diktaturen.
Ich werde in Deutschland bleiben - auch wenn sie empfehlen,
auszuwandern - und ich werde gegen die nationalistischen und andere
Kriege schreiben.
Diplomatie, um einen Krieg nicht erst entstehen zu lassen oder beenden zu lassen … scrieb
Madeleine Albright, US-Außenministerin: „Diplomatie ist die Sprache, die dich mit Monstern sprechen lässt«
NZZ INTERVIEW
Klaus von Dohnanyi: «Russland
sollte nicht auf Dauer ein Feind bleiben»
Über Putin-Versteher,
Entspannungsdiplomatie und divergierende Interessen zwischen Europa und den
USA: Der Jurist und langjährige SPD-Politiker im Gespräch.Neue Züricher Zeitung,
19.03.2022 …
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