Mittwoch, 23. März 2022

23.03.2022 - Ukraine-Dialog

Erst denken, dann schreiben

Heilbronner Stadtzeitung, Nr. 6, 23.03.2923, Seite 2. - Da schreibt der Heilbronner FWV-Stadtrat Herbert Burkhardt  „… Gerne pflege ich weiterhin gute Kontakte zu allen Menschen, die unsere Werte teilen, egal welcher Herkunft.“

Ohoh … dann hätten seine einstigen SPD-Genossen  als Regierungsmitglieder keine „guten Kontakte“ / oder gar keine Kontakte zu kommunistischen SED-Diktaturen oder den Kommunisten in der Sowjetunion pflegen dürfen … dazu auch keine gute Kontakte zu Muslimen pflegen - bei uns, im Iran, Irak, Saudi-Arabien, etc. …  und auch nicht den vielen Diktaturen-Staaten in Afrika und in  Asien (China)… denn diese Menschen und Staaten teilen unsere Werte in Deutschland überhaupt nicht… Herr Stadtrat Burkhardt, einstiger Sozi-Genosse.

Auch demokratisch gewählte Stadträte sollten eigentlich nachdenken …  bevor sie Kommentare über unsere demokratischen Werte schreiben. Note sechs - und sitzen - danach nachsitzen, sofort!!!!

 

Heiner Dörner, FWV-Stadtrat

Lieber Herr Dörner, 
als die beiden Ideologen Kommunismus / Kapitalismus in Europa und weltweit über Jahre hinweg kurz vor einem Weltkrieg standen, da wurden diese gefährlichen Konflikte zwischen den Ländern mit friedlichen Verhandlungen entspannt. Man nannte diese Verhandlungen „Entspannungspolitik“. 
 
Willy Brandt bekam für seine Politik den Friedensnobelpreis. Nicht überall kamen Verhandlungen zum Frieden, sondern zum Krieg - in Südamerika oder Afrika - aber nicht in Europa. In meinem Kopf stehen die Gedanken von Gandhi an erster Stelle, wenn es um Gewalt in der Politik geht - vor allem der Gandhi-Gedanke vom „gewaltlosen Widerstand“. 
 
Es gab viele Verhandlungen um den Konflikt Ukraine - zum Schluss zwischen USA und Russland. In diesem Konflikt gibt es leider keinen Gandhi, sondern zwei nationalistische Ländern, bei denen die 72 jährige Sowjet-Diktatur spürbar ist - im Denken und Handeln. Jetzt haben wir einen Konflikt und einen Krieg wie in Afghanistan, Irak oder Syrien. Diese Ukraine-Konflikt schwelt seit 2014. 
 
Und der Westen hat diesen Konflikt über Jahre hinweg nicht ernst genommen, vor allem die Sicherheitsposition von Russland. Also keine „Entspannungspolitik“ betrieben. Militärs wissen sehr genau, wie seit Korea oder Vietnam ein moderner Krieg abläuft. Ein NATO-General meinte vor Tagen, Ukraine wird zu einem „Afghanistan2“. 
 
Ich empfehle Ihnen das NZZ-Interview mit Hans von Dohnanyi vom 19.032022. Ich will verstehen, wie dieser nationalistische Konflikt entstand. Ich hetze weder gegen Russland oder Ukraine - aber ich hetze gegen nationalistische Menschen, die Krieg als notwendig bei verschiedenen Ideologien (auch Religionen) halten - mit vielen Toten und Verwüstungen. 
 
Ich habe bei manchen deutschen Journalisten und Politikern jetzt den Eindruck, sie wälzen sich in Lust im menschlichen Blutsee eine Krieges. Hintergrund: Eine grauenvolle deutsche Tradition aus den beiden (braunen und roten) Diktaturen. 
 
Ich werde in Deutschland bleiben - auch wenn sie empfehlen, auszuwandern - und ich werde gegen die nationalistischen und andere Kriege schreiben.
 
Diplomatie, um einen Krieg nicht erst entstehen zu lassen oder beenden zu lassen … scrieb
Madeleine Albright, US-Außenministerin: „Diploma­tie ist die Sprache, die dich mit Mons­tern sprechen lässt«

 

NZZ INTERVIEW

Klaus von Dohnanyi: «Russland sollte nicht auf Dauer ein Feind bleiben»

Über Putin-Versteher, Entspannungsdiplomatie und divergierende Interessen zwischen Europa und den USA: Der Jurist und langjährige SPD-Politiker im Gespräch.Neue Züricher Zeitung, 19.03.2022 …

 

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