Kriegs-Philosophie
Man vergesse nicht, dass es in den USA, Großbritannien und anderen westlichen Ländern viele Politiker gibt, die wegen ihre Unterstützung für diesen oder jenen Krieg Niederlagen erfahren haben und ihre Stellungen verloren. In Russland gibt es solche Leute nicht - Stalin oder Putin. Hier bedeutet Krieg stets Sieg und Erfolg.
Die Auffassung, dass Krieg keine Katastrophe, sondern ein großartiges Mittel zur Lösung von Problemen sei, ist aber nicht nur eine von Putins obersten Militärs vertretene Philosophie, sondern ist auch eine westliche Philosoph - vor allem in der USA.
Die Philosophie ist aus Sicht der USA und Russland eine in Leben und realer Entwicklung bewährte Praxis.
Vom zweiten Tschetschenienkrieg, der den damals noch kaum bekannten Wladimir Putin zum populärsten Politiker des Landes machte, vom Krieg in Georgien, der Annexion der Krim, dem Krieg im Donbass und dem Krieg in Syrien lernte die russische Elite in den letzten 22 Jahren einige unfehlbare Gesetze: Krieg ist gar nicht so teuer.
Siehe auch USA in Irak oder in Afghanistan: im Ende eine Katastrophe und Niederlage.
In Russland löst der Krieg momentan fast alle innenpolitischen Probleme. Er lässt die Zustimmungsraten in den Himmel schießen, er fügt der Wirtschaft keinen größeren Schaden zu, und vor allem: Sieger bleiben straflos. Ganz gleich, was geschieht, die neueste der ständig wechselnden westlichen Führer werden zu uns kommen, um zu verhandeln. Ganz gleich, welche Motive des Westens dahinter stecken mögen – der Wille der Wähler oder der Wunsch, den Nobelpreis (Obama) zu gewinnen: wenn man die nötige Zähigkeit und Entschlossenheit zeigt, wird er am Ende Frieden schließen.
FAZ