Sonntag, 3. April 2022

03.04.2022 - Erste Opfer

„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.“ 
…eine alte Journalistenweisheit.
Das gilt für die Kriege in Irak, Syrien oder Jemen…und auch für Russland und Ukraine …
 
FAZ: „Als ukrainische Truppen in die von den Angreifern aufgegebenen Vororte von Kiew einrücken, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens. Menschenrechtler sprechen von systematischen Kriegsverbrechen.
Der Film dauert etwa eine Minute und ist aus einem fahrenden Fahrzeug heraus aufgenommen worden. Er zeigt, wie das Auto eine mit Leichen übersäte Straße entlang fährt und dabei immer wieder Kurven machen muss, um Toten auszuweichen. Alle Opfer tragen Zivilkleidung, ein Leichnam hat die Hände auf den Rücken gefesselt. Aufgenommen hat das Video der Kiewer Stadtrat Oleksandr Pohrebyskyi am Morgen des 2. April, als ukrainische Truppen in das Städtchen Butscha nordwestlich von Kiew zurückkehrten. Pohrebyskyi sagte der F.A.Z. am Telefon, er sei als Mitglied der ukrainischen Territorialverteidigung nach Butscha gefahren, um die Ortschaft nach dem Abzug der Russen zu sichern.
Die Fesseln an den Händen einiger Toter ließen ihn vermuten, dass die Opfer „verhört und gefoltert“ worden seien. Nach seiner Einschätzung seien sie nicht durch Artilleriebeschuss, sondern durch Handfeuerwaffen ums Leben gekommen. Die Toten hätten den Eindruck gemacht, als hätten sie schon mehrere Tage auf der Straße gelegen. In den Straßen habe Leichengeruch gelegen. Für ihn als Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte sei der Anblick schwer zu ertragen gewesen. „Es fällt uns schwer, damit zurechtzukommen, dass wir diese Menschen nicht verteidigen konnten“.
(03.04.2022)
 
RT: „Videoaufnahmen des ukrainischen Verteidigungsministeriums zeigen Aufnahmen zahlreicher Leichen, die im Kiewer Vorort Butscha am Straßenrand liegen. Einige von ihnen haben die Hände auf dem Rücken gefesselt. Laut Berichten westlicher Medien handelt es sich um mehr als ein Dutzend getöteter Personen. Westliche Politiker werfen bereits einstimmig Russland Kriegsverbrechen vor. Das russische Verteidigungsministerium nahm nun Stellung zu den Vorwürfen.
"Alle vom Kiewer Regime veröffentlichten Fotos und Videos, die von angeblichen 'Verbrechen' russischer Soldaten in der Stadt Butscha in der Region Kiew zeugen, sind eine weitere Provokation", hieß es in einer Erklärung. Das Ministerium wies darauf hin, dass zu dem Zeitpunkt, als die russischen Streitkräfte in dem Ort stationiert gewesen waren, kein einziger Anwohner Opfer von Gewalttaten wurde.
"Die Anwohner konnten sich frei in der Stadt bewegen und das Mobilfunknetz nutzen. Sie konnten den Ort in Richtung weißrussischer Grenze im Norden freizügig verlassen. Die russischen Soldaten hätten 452 Tonnen humanitäre Hilfe an die Zivilbevölkerung in der Region Kiew geliefert und verteilt. Gleichzeitig wurden die südlichen Außenbezirke der Stadt, einschließlich der Wohngebiete, rund um die Uhr von ukrainischen Truppen mit großkalibriger Artillerie, mit Panzern und Mehrfachraketenwerfern beschossen."
Wichtig sei dabei vor allem die Tatsache, dass alle russischen Einheiten bereits am 30. März, dem Tag nach der Gesprächsrunde zwischen Russland und der Ukraine in der Türkei, vollständig aus Butscha abgezogen worden waren. Auch der Bürgermeister Anatoli Fjodoruk habe in seiner Videoansprache am 31. März keine erschossenen Einheimischen mit gefesselten Händen auf den Straßen gemeldet.
"Daher ist es nicht verwunderlich, dass alle sogenannten 'Beweise für Verbrechen' in Butscha erst am 4. Tag auftauchten, als Beamte des ukrainischen Sicherheitsdienstes und Vertreter des ukrainischen Fernsehens in der Stadt eintrafen."
Laut den veröffentlichten Bildern sei der Zustand der angeblich seit mehreren Tagen auf der Straße liegenden Leichen äußerst ungewöhnlich. Denn auch nach den mindestens vier Tagen, seit die russischen Truppen den Ort verließen, würden die Körper der Toten noch keine Leichenflecken und noch keine Leichenstarre aufweisen, auch das Blut sei nicht geronnen.
"All dies deutet recht klar darauf hin, dass es sich bei den Fotos und Videos aus Butscha offenbar um eine Inszenierung des Kiewer Regimes für die westlichen Medien handelt, wie es bei der Entbindungsklinik von Mariupol und in anderen Städten der Fall war", so das Ministerium."
(03.04.2022)

 

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