Montag, 11. April 2022

08.04.2022 - Jüdischsein

 ANTISEMITISMUS IN FRANKREICH :

Lynchmord oder Unglücksfall?

… Nach einem Aufruf in der Nachbarschaft hatte Cohen eine Videoaufzeichnung erhalten, die ein Augenzeuge von seinem Fenster aus aufgenommen hatte. Bevor er scheinbar kopflos über die Straßenbahngleise rannte und vom Zug erfasst wurde, war Jérémy Cohen regelrecht gejagt worden. Der Augenzeuge filmte, wie er von einer Horde junger Männer an einem Hauseingang umzingelt wurde. Es ist nicht ersichtlich, warum die Männer sich auf Cohen stürzten. „Sie schlugen ihn, schlugen ihn, ohne dass er sich wehrte. Als er am Boden lag, traten sie ihn mit Füßen“, schilderte Gérald Cohen am Dienstag im Fernsehen.

Um die Würde seines Sohnes zu bewahren, hat er darum gebeten, das Video nicht zu zeigen. Aber er äußerte sein Unverständnis, dass der Tod seines Sohnes wie ein banaler Verkehrsunfall dargestellt wurde und die Öffentlichkeit nicht über die Verdachtsmomente informiert wurde. In seiner Not habe er sich an Eric Zemmour gewandt, den rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten, der ebenfalls aus einer jüdischen Familie stammt.

Valérie Pécresse, die rechtsbürgerliche Präsidentschaftskandidatin bei einem Besuch in Salon-de-Zemmour hat immer wieder einen grassierenden Antisemitismus in der überwiegend von Franzosen mit muslimischen Einwanderungshintergrund bewohnten Banlieue beklagt. Er verbreitete den Videomitschnitt in den sozialen Netzwerken gegen den Willen des Vaters und machte den Fall schlagartig bekannt. „Der Tod Jérémy Cohens ist das erschreckende Symptom der Tragödie unseres Landes“, sagte Zemmour.

FAZ

 

 

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