Klug …
Die 80er-Jahre waren bei den Vereinten Nationen ein Jahrzehnt „sozialdemokratischer Programmatik“. Die drei großen UN-Kommissionen standen unter der Verantwortung führender europäischer Sozialdemokraten.
Den Anfang machte 1980 Willy Brandt mit dem Nord-Süd-Bericht „Das Überleben sichern“, in dem die Notwendigkeit einer sozial gerechten Weltwirtschaftsordnung und der gleichberechtigten Einbeziehung der Länder des globalen Südens beschrieben wird.
Ihm folgte Olof Palme mit dem Bericht zu Abrüstung und gemeinsamer Sicherheit. 1987 schließlich stellte die norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland den Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ zu Umwelt und Entwicklung vor. Dessen Leitidee war die Forderung einer nachhaltigen Entwicklung, die 1992 auf dem Erdgipfel in Rio de Janeiro zur Agenda in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ausgerufen wurde.
Diese drei Berichte stehen in einem engen Zusammenhang, sie dürfen nicht isoliert gesehen werden. Das beschreibt auch der Palme-Report: „Die Unabhängige Kommission für internationale Entwicklungsfragen … befasste sich mit globalen Fragen, die in den 1980er-Jahren Bedrohungen für den Weltfrieden darstellen würden, konzentrierte ihre Arbeiten dabei auf wirtschaftliche Angelegenheiten. …
BERLINER ZEITUNG
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