Samstag, 7. Mai 2022

06.05.2022 - Starre

 Gegen den großen Krieg

Doch nun, neun Wochen nach Kriegsbeginn, scheinen zumindest ein paar namhafte Autoren, Publizisten und Künstler aus der Schockstarre erwacht: In einem offenen Brief, veröffentlicht auf der Homepage der Zeitschrift Emma, richten sie einen eindringlichen Appell an den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz, von weiteren Waffenlieferungen in die Ukraine abzusehen.

Die Unterzeichner des Briefes betonen, dass Putin mit dem Angriff auf die Ukraine das Völkerrecht gebrochen habe, und «es eine prinzipielle politisch-moralische Pflicht gibt, vor aggressiver Gewalt nicht ohne Gegenwehr zurückzuweichen».

Dies dürfe in dem vorliegenden Fall jedoch nicht dazu führen, die «Eskalation dieses Krieges zu einem atomaren Konflikt in Kauf zu nehmen». Die Lieferung einer grossen Menge schwerer Waffen könne «Deutschland selbst zur Kriegspartei machen. Und ein russischer Gegenschlag könnte so dann den Beistandsfall nach dem Nato-Vertrag und damit die unmittelbare Gefahr eines Weltkriegs auslösen».

Zudem gelte es zu bedenken, dass auch der berechtigtste Widertand irgendwann in einem unerträglichen Missverhältnis zum Leid der Zivilbevölkerung stehe.

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