Freitag, 3. Juni 2022

03.06.2022 - Unterricht HK

Einen weiteren Tiefschlag mussten die Gerechtigkeitsbefürworter in einem Leitartikel der New York Times hinnehmen, der die Niederlage Russlands als unrealistisch und gefährlich einstufte. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger erklärte daraufhin, man solle innerhalb von zwei Monaten mit den Verhandlungen beginnen, um „schwer zu überwindende Unruhen und Spannungen“ zu vermeiden. NYT

„Der 99 Jahre alte Kissinger hat vor kurzem wieder einmal von sich reden gemacht, als er während des Weltwirtschaftsforums die Meinung äußerte, dass man die europäische Stabilität nicht für ein paar Quadratkilometer im Donbass aufs Spiel setzen solle. Eine Niederlage Russlands würde zu dessen Demütigung führen, und auch das wäre nicht gut für die Stabilität, so der ehemalige US-Außenminister. Deshalb müsse die Ukraine künftig so weise agieren, wie sie derzeit tapfer sei.

Mitglied im Team Kissinger in Deutschland ist der Politologe Johannes Varwick, der an der Universität Halle lehrt. In der Talkshow von Maybrit Illner gerierte er sich am Donnerstagabend als Realpolitiker und plädierte dafür, den Konflikt in der Ukraine „einzufrieren“. Dem Westen müsse daran gelegen sein, einen nüchternen, „vielleicht schmutzigen“ Interessenausgleich mit Russland hinzubekommen. Nach der Lesart von Varwick ist es unverantwortbar, die Ukraine mit Waffenlieferungen in die Lage zu bringen, einen aussichtslosen Kampf zu führen. Was in einem merkwürdigen Widerspruch zu Varwicks Äußerung stand, man dürfe jemanden, der in der Ecke sitze, nicht noch treten – womit er Russland meinte. ...“ FAZ

 

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