Die Freiheit des Christenmenschen
Schon mal gehört? Es gibt ein witziges Buch mit dem Titel „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ - Autor ist ein deutscher Reformator.
Seit Jahrhunderten gibt es blutige - mal mehr, mal weniger - Auseinandersetzungen in der Christenheit - es geht um die Frage, welches ist der richtige Weg für Christen, der direkt zum Himmel führt.
Zunächst gab es heftige Kämpfe mit den Juden, die von den Christen als Jesus-Mörder beschimpft wurden …
Dann gab Streitigkeiten mit den toleranten Römern, in derem Reich jeder Mensch mit seiner Religion glücklich werden konnte. Aber die Christen wollten die einzige und wahre Religion im Staate sein - und das wurde auch grausam erreicht. Alle anderen Religionen außer Christen verboten.
Dann die Trennung zwischen der römisch-katholischen Kirche und den Orthodoxen, weil die römisch-katholischen Christen und ihre Klerikaler den römischen Papst zum Nachfolger von Jesus auf Erden zum Gesetz machten.
In der Zeit der Renaissance, quasi eine humane Neo-Klassik der griechisch-römischen Kultur,
In Europa, explodierte eine „christliche Reformation“ zum christliche Puritanismus - beschöfe wurden die regierenden Fürsten. Das heißt: die fast Hälfte der Katholen-Kirche wurde in viele puristischen Sekten und Gemeinschaften zersplittert.
Und im neunzehnten Jahrhundert verließen die „Alt-Katholiken“ ihre römisch-katholische Kirche … aus Protest gegen die dogmatische Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit auf dem Vatikanischen Konzil 1870 in Rom.
Momentan gibt es wieder eine reformatorische Bewegung … vor allem in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland, die der Vatikan ablehnt.
Der Vatikan hat sich jetzt in einer Erklärung zum Reformprozess des sogenannten „Synodalen Weges“ in Deutschland mit Ablehnung geäußert. Der Kernsatz (der in italienischer und deutscher Sprache veröffentlichten) von nur zwölf Zeilen langen Erklärung lautet:
„Der 'Synodale Weg' in Deutschland ist nicht befugt, die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten."
Hingewiesen wird vom Vatikan, dass es in Deutschland ohnehin schon viele reformierte und evangelische Kirchen gibt.
Jeder vernünftige Mensch fragt sich nun, warum diese deutsch-katholische Reform-Bewegung, statt zur Kirchen-Spaltung tendiert, sich nicht einfach als eine neue christliche Gemeinschaft begründet.
Oder einfach den christlichen Verein wechselt - zu der altkatholischen Kirche oder in irgendeine reformierte oder in eine andere evangelische Kirche.
Bekanntlich hat ein jeder Christenmenschen die Freiheit und Möglichkeit - gerade in einem weltlichen Demokratie-Staates - sich eine neue oder eine andere Kirche aussuchen.
Seit einigen
Jahren wird bekanntlich kein Christen-Menschen mehr für solche „Sünden“ zum
Verbrennen auf dem Scheiterhaufen verurteilt wird. JDU
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