Laien, gar Frauen haben im Kreis der Papstwähler bislang nichts verloren.
Sollte Franziskus mit dieser Tradition brechen, würde er Geschichte schreiben. Ob er dies wohl will? Immerhin hat der Argentinier längst mit der klassischen Meritokratie gebrochen, wonach Bischöfe mächtiger oder auch nur traditionsreicher Diözesen vor allem in Europa automatisch die Kardinalswürde erhielten.
Frei nach dem Motto „Tonga statt Turin“ entstammen „seine“ Kardinäle vorwiegend der räumlichen Peripherie der Kirche und/oder wirken an Orten, an denen sich die Krisen der Welt wie in einem Brennglas verdichten.
So viel Symbolik ist anrührend, etwa wenn am Samstag der erste „Unberührbare“ aus Indien in das Kardinalskollegium aufgenommen wird. Aber Symbolik kann Subsidiarität nicht ersetzen, Charisma nicht Kompetenz und Solidarität nicht Solidität. …FAZ
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen