Samstag, 15. Oktober 2022

15.10.2022 - Tod in der Religion

Todesstrafe

Die ersten Christen lehnten die Todesstrafe ab, wurden selber häufig deren Opfer. Nachdem Konstantin I das Christentum 325 n. Chr. erlaubte und es bald zur Staatsreligion des römischen Reiches erklärt wurde, wand sich das Blatt. Die römisch-katholische Kirche rechtfertigte die tötende Gewalt zur Bekämpfung des «Heidentums». Die orthodoxe Kirche dagegen betrachtete sie als Hindernis und reduzierte ihre Anwendung.

Im Spätmittelalter reduzierte sich das Machtmonopol der Kirche zwar, die Menge und Grausamkeit der Hinrichtungen nahm jedoch ständig zu. Mit der Inquisition und Hexenverfolgung leistete die Kirche einen massgeblichen Beitrag. Obwohl die Reformation geistliche und weltliche Macht trennte und Martin Luther das Zentrum des christlichen Glaubens in die vergebende Figur von Jesus Christus rückte, brachte die frühe Neuzeit nochmals eine Steigerung an Hinrichtungen. ... CH

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