Todesstrafe
Die ersten Christen lehnten die Todesstrafe ab, wurden selber häufig deren Opfer. Nachdem Konstantin I das Christentum 325 n. Chr. erlaubte und es bald zur Staatsreligion des römischen Reiches erklärt wurde, wand sich das Blatt. Die römisch-katholische Kirche rechtfertigte die tötende Gewalt zur Bekämpfung des «Heidentums». Die orthodoxe Kirche dagegen betrachtete sie als Hindernis und reduzierte ihre Anwendung.
Im Spätmittelalter reduzierte sich
das Machtmonopol der Kirche zwar, die Menge und Grausamkeit der Hinrichtungen
nahm jedoch ständig zu. Mit der Inquisition und Hexenverfolgung leistete die
Kirche einen massgeblichen Beitrag. Obwohl die Reformation geistliche und weltliche
Macht trennte und Martin Luther das Zentrum des christlichen Glaubens in die
vergebende Figur von Jesus Christus rückte, brachte die frühe Neuzeit nochmals
eine Steigerung an Hinrichtungen. ... CH
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