Dienstag, 1. März 2022

01.03.2022- Dialog zum Krieg (23.03.)(1)

DIALOG zum Krieg CS – JDU - 23.02.2022

JDU: Wahre Kirche?

Was evangelische „Kirchen“, Gemeinschaften und Sekten schon haben, das will  eine kleine römisch-katholische Funktionärsschicht für ihre Kirche haben:
Frauen als Priesterinnen, lesbisch oder hetero, verheiratet oder geschieden ... Männer als Priester, schwul oder hetero, verheiratet (mit Mann oder Frau) geschieden.

All das haben die protestantischen Gemeinschaften oder die altkatholische Kirche schon lange  ...

Aber die unzufriedenen Katholiken-Funktionäre wie alle katholischen  Gläubigen  haben ja schon  die Freiheit eines Christenmenschen ... sie müssen sich nur entscheiden. Austreten aus der römisch-katholischen Kirche - und in einen Christen-Gemeinschaft eintreten, in dem sie ihre neue und liberale  Freiheit haben ...

Die katholischen Kirchen in der dritten Welt lehnen diesen deutschen Weg der Kirche ab ...

Die vom deutschen Staat finanziell unterstützten christlichen Kirchen haben immer weniger Mitglieder, ihre Gottesdienste sind nahezu leer ...

Hintergrund: die grünsozialistischen und liberalistischen und hedonistischen Christen-Gruppen haben die Kirchen zu einem geistigen Karneval umgestaltet ...
Die Priester und Pfarrer kümmern sich nur noch um ihresgleichen, um Akademiker ... das normale Volk findet in den Kirchen keinen Ansprechpartner mehr ...

Christentum findet in diesen Kirchen kaum mehr statt, sondern dekadente und heidnische und satanische  Philosophien breiten sich in diesen Kirchen aus ...
Im Vormarsch sind in Südamerika, Asien, Afrika und Europa die Sekten der Evangelikalen aus den USA, die Schwule und Lesben entschieden ablehnen  ...

 

Die Evangelikalen sind die Gewinner der wahre Spaltung der christlichen Gemeinschaften  ...

Der heilige Franziskus wollte eine wahre und arme Kirche ... wie es Papst Benedikt XVI. In seiner Freiburg Rede gefordert hatte für unsere römisch-katholische Welt ...

Die wahre Kirche fragt heute nicht nach der Sexualität seiner Mitglieder, Liebe und Sexualität sind eine göttliche Geschenk  ... außer ...  die Christen benutzen ihren Sex zur Unterdrückung ihrer  Mitmenschen - Kindern, Jugendlichen, Behinderten, Senior-Heimbewohnern, Leichen oder Tieren  ...

 

CS: Hast Du die Wannseekonferenz auf ZDF Mediathek gesehen?

JDU: Nein… das will ich auch nicht sehen…
Ich lese zu diesem Thema lieber Zeitungsartikel und Bücher …

Und „Life of Pi“ schon gesehen ???

Das ist wichtig …

Ich schaue meine neue vier DVDs des Oper-Festival in Glyndebourne /  GB … Mozarts „Le Nozze Di Figaro“, „Cosi Fan Tutte“, „Die Entführung aus dem Serail“ und Donizettis „Don Pasquale“ … Ich habe die „Cosi fan tutte“ eingelegt … geniale Oper … um Verwirrungen der Gefühle zum schönen Thema Liebe

JDU: Übrigens … das Bombardement auf Dresden … und zwei Atom-Bomben auf Berlin und Hamburg  … warum nicht? … und kurz danach die Atombomben auf Japan … was wäre danach anders in der Historie … was wäre heute in der  Betrachtung anders? Nichts …   Die historische Betrachtung des Holocaust hat erst in der Sechzigerjahre begonnen - in USA , Deutschland, Europa und in Israel ….für mich alles diskutierbare Historie, bitte keine ekelhafte und dumme und unvernünftige und hysterische Gefühls-Explosionen - das hat nichts mit Vernunft zu tun

CS: Aber Empathie mit den Opfern ist eine eigene existenzielle Leistung. Sich in die Rolle von Menschen zu versetzen, die von anderen gequält und verfolgt werden, ist keine abstrakte Historie, sondern eine Leistung emotionaler Intelligenz.
Dabei sollte man auch Ursache und Wirkung nicht verwechseln.
Sonst landet man im ethischen Nihilismus und alles ist vom
Winde verweht.
Das wäre Nihilismus pur, aber kein menschliches Leben.

JDU: Nein, für die 500.000 Juden um 135 n. Chr.  bei Hadrian - da pflege ich keine Empathie - und für zig Millionen (Gallier, Germanen, etc.) danach auch nicht … würde ich das behaupten, dann wäre das eine ganz böse Lüge.

JDU: Caesar und die Gallier (Teil 1)
Ganz Gallien? 57 v. Chr. begann Gaius Julius Cäsar einen Feldzug, der ihm den Weg zur Macht in Rom ebnen sollte. Ziel war es, die gallischen Stämme zu unterwerfen. Die stolzen und eigenwilligen Gallier lebten vor allem auf dem Gebiet des heutigen Frankreichs. Als Zeugnis für die damaligen Ereignisse diente lange Zeit ein Bericht, den Cäsar selbst verfasst hatte. Jetzt begeben sich Historiker und Archäologen auf die Suche nach der ungeschminkten Wahrheit über den barbarisch geführten Krieg.

Caesar und die Gallier (Teil 2)
Nach einem jahrelangen gnadenlosen Feldzug hat Cäsar mit seinen Truppen einen großen Teil Galliens erobert und dabei ganze Stämme vollständig vernichtet. In dieser für die Gallier eigentlich ausweglosen Situation erwächst dem späteren Diktator mit dem charismatischen jungen Arverner-Fürsten Vercingetorix plötzlich ein gefährlicher Gegner. Erstmals sind fast alle gallischen Stämme unter einem Anführer vereint. Die entscheidende Schlacht um Alesia bringt die Römer an den Rand der Niederlage.
Von meinem iPad gesendet.


JDU: Ok - wir können uns in unseren Argumenten nicht treffen … der Fluss  ist zwischen uns zu breit. – Deine Argumentation riecht mit zu heftig  nach DDR2-Blockparteien.

CS:
Lieber Jürgen, es ist prima, dass wir uns beide für Geschichte interessieren. Darüber kann man immer sprechen.
Mein Zugang zur Geschichte geht allerdings über die trockenen Fakten hinaus.
Ich betrachte auch die Seele der Menschen. Dazu gehört dann auch Empathie und Fantasie. Ohne die Einbeziehung der menschlichen Seele bleibt man in der äußeren
Welt stecken.
Aber die äußere Geschichte ist auch so interessant, dass wir uns weiterhin darüber unterhalten können.
Nicht in Sackgassen stecken bleiben!

JDU: Lieber Christian ,
ich sah die mächtigen Reiche auf Erden entstehen - Ägypten, Alexander, Persien, Griechen und Römer … aufgebaut in zig Millionen toter Menschen …ich könnte die Geschichten der Kriege, etc.  bis heute Dir erzählen. Die kennst das … mit meinem Verstand kann ich diese Geschichten der Menschen nicht kapieren… mit Naturereignissen oder -katastrophen schon eher… meine Familie kann ihre Geschichte von 1600 bis heute verfolgen - von Holland, Preußen/ Polen , Mecklenburg-Pommern bis ins Ländle - sie haben keinen vernünftigen Friede erlebt- auch keinen vernünftigen Krieg (bei Dir auch?). Ich als einziger schon bis heute - Zufall.


Mich haben andere Menschen geprägt ( nicht meine Familie), Menschen, die mir durch ihre Werke ein Geschenk gemacht haben . … Maler, Schriftsteller, Musiker, etc.


Allerdings …Mit meiner Liebe zu einem Menschen bestätigt meine Haltung zur Geschichte.


Ich habe 1983 einen Mann, Schauspieler/Regieassistent, in Hall kennengelernt - Wolfgang Hammelehle … Bäckerssohn aus Esslingen - für mich die große Liebe. Jahrelang - Gespräche, Briefe, Oper- und Schauspiel-Besuche, bis 1994…
Wolfgang  glaubt , in West-Berlin seine Karriere gefunden zu haben… ich fand meine Arbeit im Ländle – beim Südfunk, Zeitungen, Privatradio, etc.
Ich mochte Westberlin damals nicht. Berlin heute auch nicht.


1994  war der Wolfgang für mich weg. Ich suchte ihn - und ich fand  ihn nicht … nicht in Adressbüchern, später im Internet nicht … seit ich dann als Rentner war, schrieb ich Briefe und Mails zu Menschen, die Hammelehle heißen.
Irgendwann  bekam ich einen Brief von seiner Mutter- und sie schrieb mir sehr kurz, dass  der Wolfgang Hammelehle 1998 an hiv in Berlin gestorben sei - in einer HIV-Wohngemeinschaft.


Ich schrieb an die Stadt Esslingen, nach verschiedenen TV-Sendern … ich bekam Antworten. Ich war wie  nicht mehr in mir - in meiner Trauer. Aber…
Meine Trauer war nur meine Trauer, meine Liebe für ihn war auch nur meine Liebe  …


Bei vielen Menschen war er schon lange vergessen … selbst seine Mutter wollte mit mir nicht mehr über ihren Sohn sprechen …


Ich habe diesen Trauer-Schock ganz langsam in mir umgewandelt … in eine Liebe-Erinnerung, die nur mir gehört … Ich habe den Wolfgang zu mir genommen - wie in meinem täglichen Wald durch mein Denken - wie eine Kommunion.  Meine Liebe zu ihm ist für mich insofern ewig …
Alles andere ist sekundär …

Ich bin wahrlich kein Nihilist - allerdings ohne ein lebendige Liebe …
Das war eine Liebe, eine wahrliche liebe, die einzige in meinem Leben  - wie ein Blitz eingeschlagen  … bis heute … der Sex war schön, aber in dieser Liebe sekundär … deshalb - diese Liebe dauert schon von 1984 bis heute … Wolfgang Hammelehle hatte niemanden mit seiner  tödlichen Krankheit „belästigt“ - vor allem Menschen, die er liebte .. er war immer sehr konsequent in seinem Denken und Handeln … fast wie in einem guten Roman oder Schauspiel

CS: Und was ist jetzt mit Putin und der Einmarsch in der Ukraine?
Was machen jetzt unsere großen Staatsmänner?

JDU: Oskar Lafontaine:

Am Freitag sagte die Professorin für internationale Politik an der New School in New York, Nina Chruschtschowa, im "Stern": „Ich bin zutiefst überzeugt, dass es keine Invasion geben soll und geben wird. Ich kann mich wahnsinnig täuschen. Aber wie ich Russland kenne, gibt es für Moskau keinen Grund, einen Krieg zu wollen. Für mich sieht es nach einer gezielten US-amerikanischen Kampagne aus. Die Entwicklungen der letzten Wochen erinnern in erschreckender Weise an das Vorspiel des Irak-Krieges. Damals machten die USA die Welt glauben, Saddam Hussein verfüge über biologische und chemische Massenvernichtungswaffen, was sich als Lüge entpuppte. Jetzt beschwört man die Gefahr einer russischen Invasion in die Ukraine herbei.“  (Siehe Interview im „Stern“: https://www.stern.de/politik/ausland/russland-expertin---die-usa-haben-groesseres-interesse-an-einer-russischen-invasion-als-putin--31632222.html )

Die US-Waffenindustrie reibt sich mittlerweile die Hände, hat sie doch gerade erst wieder den Polen für sechs Milliarden Dollar Panzer verkauft. Und während Europa zum eigenen Schaden und vor allem zum Schaden Deutschlands Sanktionen verhängt, vergrößern die USA fröhlich ihren Handel mit Russland und kaufen vor allem Öl. Warum hat Scholz, als Biden lächelnd erklärte, im Falle eines russischen Angriffs werde Nordstream 2 stillgelegt, nicht sofort erklärt: Darüber entscheidet Deutschland, aber ich bin sicher, dass Sie Herr Präsident, was die russischen Öllieferungen angeht, dann mit gutem Beispiel vorangehen werden?

Hätte Anne Will doch Nina Chruschtschowa in ihre Sendung gestern eingeladen. Es wäre spannend geworden, zumal die US-Professorin nicht so leicht als „Putin-Versteherin“ verunglimpft werden kann. So vertraten die EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen, der SPD-Vorsitzende Klingbeil, der CDU-Außenpolitiker Röttgen und die Mitarbeiterin der Brookings Institution Constanze Stelzenmüller die US-Kriegspropaganda. Und Sahra Wagenknecht hatte die Redaktion die Aufgabe zugedacht, die „Putin-Versteherin“ zu geben.

Die Diskussion zeigte wieder einmal: Auf die Idee, dass man den Frieden nur erreichen kann, wenn man die anderen, in diesem Fall die Russen und Putin, versteht, scheint unter den deutschen Politikern und Journalisten, die sich an der dauernden Kriegshetze beteiligen, kaum noch jemand zu kommen. Besonders der neue SPD-Vorsitzende Klingbeil machte den Eindruck, noch nie etwas von der Ost- und Entspannungspolitik Willy Brandts gehört zu haben, nach der man nur gemeinsam Sicherheit finden kann, und nicht, wenn man den anderen verteufelt und seine Interessen nicht ernst nimmt.

Wie sehr große Teile des deutschen Journalismus auf den Hund gekommen sind, konnte man an den Kommentaren nach der Sendung sehen, in der eine Reihe von Journalisten, die offensichtlich ihren Beruf verfehlt haben, ernsthaft die Auffassung vertraten, man sollte Leute wie Sahra Wagenknecht, die dafür werben, auch die russischen Sicherheitsinteressen zu berücksichtigen, gar nicht mehr einladen. Als lechzten sie geradezu nach der „Pressefreiheit“ totalitärer Staaten.

Trotz der vielen Kriege, die die USA mit Lügen begonnen haben, ist die Gehirnwäsche des Pentagon so erfolgreich, dass jede US-Kriegspropaganda von großen Teilen der Politiker und Journalisten in Deutschland und Europa kritiklos nachgebetet wird. Sie scheinen nicht mehr zu verstehen, dass die Russen sich mit demselben Recht dagegen wehren, US-Truppen und -Raketenbasen an ihrer Grenze zu haben, wie die USA sofort mit Krieg drohen würden, wenn russische oder chinesische Truppen oder Raketenbasen in Kuba, Mexiko, Kanada oder Venezuela stationiert würden.

Es ist ein Trost, zu wissen, dass trotz der Kriegshetze von Politikern und Medien, die Mehrheit in Deutschland anders denkt. 90 Prozent wollen nach einer kürzlich veröffentlichten Umfrage gute Beziehungen zu Russland. Weil sie wissen, dass Russland ein europäisches Land ist und Gorbatschows Idee eines gemeinsamen Hauses Europa nicht vergessen haben. Er hat die deutsche Einheit ermöglicht und die russischen Truppen aus Deutschland und Europa zurückgezogen. Und die Älteren erinnern sich noch daran, dass die Russen seit Napoleon immer wieder überfallen wurden, und dass durch Hitlers Vernichtungskrieg 25 Millionen Menschen in der Sowjetunion ihr Leben verloren haben.

„Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein“, sagte Willy Brandt einmal. Dieses Vermächtnis sollte wieder zur Leitlinie der deutschen Außenpolitik werden.

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CS: Der Westen belügt sich selbst und lässt sich von Putin belügen.

JDU: Das ist wie 1961 zwischen USA/Kuba … oder die Irak-US-Lügen
Die Ukraine und Weißrussland waren immer schon Kernländer in Russland … die Ukraine ist heute USA-Kolonie… wie 1941 eine deutsche Kolonie  … siehe der korrupte Biden-Sohn in der Ukraine

CS: Und was ist zu tun? Sollen wir russisch werden?

JDU: Russland ist ein Land mit einer hochstehenden Kultur … mit einer engen Verbindung zu Deutschland … Katharina die Große, etc.
USA ist ein Land, verseucht vom  protestantisches und pietistisches Kapitalismus - voller Korruption und voller Lügen … USA schafft alle zehn Jahre ein neues  Krieg geschaffen…
Putin ist dagegen ein kluger Mann

CS: Ich halte Putin für einen Gangster wie Hitler.
Denn er hat wie Hitler einen Großmachtkomplex.
Und wir verschaffen ihm und seiner Oligarchenclique Devisen, indem wir auch noch sein Gas kaufen.
Wie dumm kann man sein?
Dagegen sind die Dummheit und die Fehler im Westen Kleinigkeiten.
Putins Salamitaktik hat der Westen nicht begriffen ähnlich wie 1938 in der Studentenkrise.
Jetzt schützen uns  nur die französischen und amerikanischen wie auch englischen Atomboote.
Unterhalb des Atomschirms kann Putin sein Militär als Drohung einsetzen. Deutschland hat ja fast alles abgebaut.
Der dekadente Westen will diskutieren und erkennt nicht, dass Putin nur die Sprache der Macht versteht.
Wo bleiben die wirklichen Staatsmänner, die Macht mit Macht beantworten?
Wir im Westen sind die verwöhnten Eloi aus dem Roman von H.G. Wells , die den brutalen Morlocks gegenüber stehen!
Und die Grünen wollten die Nato abschaffen!
Wie weltfremd muss man sein?
Und an vielen Stellen haben wir Frauen, die diskutieren wollen.
Davor haben die russischen Gangster große Angst!

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