Dialog zum Krieg - JDU - CS - 23.02.2022
NZZ - Die Nato
habe versprochen, sich nicht nach Osten auszudehnen, sagt Putin – stimmt das?
Russland rechtfertigt seine militärischen Drohgebärden damit, dass der
Westen Zusicherungen breche, die er der Sowjetunion gegeben habe. Doch das
Argument ist fadenscheinig.
Von Hannes Adomeit, Neue Züricher Zeitung, 20.02.2022, 15.16 Uhr
Mit den von Russland am 15. Dezember 2021 veröffentlichten Forderungen an die
USA und die Mitgliedstaaten der Nato ist die Osterweiterung des
transatlantischen Verteidigungsbündnisses wieder in den Mittelpunkt der
Auseinandersetzungen über europäische Sicherheit gerückt. Moskau will, dass
sich die westlichen Staaten dazu verpflichten, kein weiteres Land in die Nato
aufzunehmen. Zudem solle die Präsenz ausländischer Truppen auf dem Gebiet der
neuen Mitglieder in Ostmitteleuropa gänzlich abgebaut werden.
Russlands Präsident Wladimir Putin und seine Regierung rechtfertigen ihre
Drohung mit Krieg gegen die Ukraine damit, dass die Nato-Osterweiterung
Kernelement einer umfassenden Strategie des Containments, der Schwächung und
der Erniedrigung Russlands sei. Militärisches Mittel für die Ausführung dieser
Strategie sei es, Militärbasen in unmittelbarer Nachbarschaft Russlands aufzubauen
und «Stosskräfte und Infrastruktur der Nato immer dichter an unsere
Staatsgrenzen» heranzuführen.
Der Osten Deutschlands oder der Osten Europas?
Diese Darstellung ist mit einer starken moralischen Dimension ausgestattet:
Russland wirft dem Westen Wortbruch vor. Die Nato-Osterweiterung habe gegen
Verpflichtungen verstossen, die europäische und amerikanische Politiker und die
Nato 1990 in den Verhandlungen zur deutschen Einheit und auch im
darauffolgenden Jahr eingegangen seien. Die Sowjetunion unter dem letzten
Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow habe verbindliche Zusicherungen
erhalten, dass sich die westliche Allianz nicht über die Grenzen der ehemaligen
DDR hinaus nach Osten ausdehnen würde, wenn Moskau einer Mitgliedschaft des
vereinten Deutschland in der Nato zustimmen würde.
Das klarste und propagandistisch schlagkräftigste Beweisstück für den
angeblichen Wortbruch sieht der Kreml in den Gesprächen zwischen dem
amerikanischen Aussenminister James Baker und Gorbatschow am 9. Februar 1990.
Im Falle einer Wiedervereinigung Deutschlands und seiner weiteren Zugehörigkeit
zur Nato, so wird Baker zitiert, würde die Rechtshoheit der Nato «nicht einen
Zoll nach Osten» ausgedehnt. Mit «Osten» war allerdings das Territorium der DDR
gemeint.
Diese Begrenzung traf nicht für den Aussenminister der Bundesrepublik
Deutschland, Hans-Dietrich Genscher, zu. Laut einem Aktenvermerk des
Auswärtigen Amtes sagte er am 10. Februar 1990 seinem sowjetischen Amtskollegen
Eduard Schewardnadse, die Zugehörigkeit eines vereinten Deutschland zur Nato
werfe komplizierte Fragen auf. Für seine Regierung stehe aber fest, dass sich
die Nato «nicht nach Osten ausdehnen» werde. Aus dem Dokument wird klar, dass
sich Genscher – im Widerspruch zu Baker – auf die Erweiterung der Nato in ganz
Osteuropa bezog.
In seinen Memoiren nimmt Genscher allerdings eine für die Bewertung der
Nato-Erweiterungs-Frage wichtige Klarstellung vor. Bei den Gesprächen sei es
nicht um irgendwelche Garantien für die Sowjetunion gegangen, sondern um ein
«Abtasten» im Vorfeld von eigentlichen Verhandlungen. Daran ändert auch eine
Aktennotiz aus dem britischen Nationalarchiv nichts, welche Medien wie «Der
Spiegel» vor wenigen Tagen als Beleg angeführt hatten, dass Putin doch recht
habe. Weder der darin zitierte Jürgen Chrobog, der Leiter von Genschers Büro,
noch Genscher selber konnten im Namen der Nato sprechen.
Bakers persönliche Aufzeichnungen zeigen denn auch, dass der damalige
amerikanische Präsident George H. W. Bush nichts hielt von derartigen Sondierungen
der Deutschen. Er forderte Bundeskanzler Helmut Kohl auf, Diskussionen über
eine hypothetische Nato-Ausdehnung über die DDR hinaus zu unterlassen.
Nach der Auflösung der Sowjetunion beförderte Gorbatschow jahrelang noch das
«Garantie»-Narrativ mit. Im Oktober 2014 bekannte er sich schliesslich
gegenüber der russischen Zeitung «Kommersant» zur historischen Wahrheit: «Über
das Thema Nato-Expansion wurde überhaupt nicht diskutiert, und es wurde in
diesen Jahren [1990/91] nicht aufgeworfen. Nicht ein einziges osteuropäisches
Land hat diese Frage angesprochen. Westliche Führer haben sie auch nicht
aufgebracht.»
Die Sowjets glaubten an ein Weiterbestehen des Warschauer Pakts
Es ist einfach nachzuvollziehen, warum das so war. Das Ende des Warschauer
Pakts war im Frühjahr 1990 nicht absehbar. Gorbatschow meinte sogar noch an der
sowjetisch-amerikanischen Gipfelkonferenz vom 30. Mai bis 3. Juni 1990, das
vereinte Deutschland könne sowohl Mitglied der Nato als auch des Warschauer
Pakts werden.
Auch Gorbatschows Militärberater, Marschall Sergei Achromejew, war der
Überzeugung, dass der Warschauer Pakt nach den Systemveränderungen in
Ostmitteleuropa weiterbestehen könne, weil nach dem Wegfall der ideologischen
Basis des Pakts die «staatlichen Interessen» der Mitgliedsländer im
Wesentlichen unverändert blieben und diese ihn zusammenhalten würden.
Um seine Position zu untermauern, scheut der Kreml auch nicht davor zurück,
Zitate zu fälschen. Ein Beispiel ist Putins Rede an der Münchner
Sicherheitskonferenz 2007. Er beklagte, dass sich der Westen nicht mehr an die
Garantien erinnern wolle, die er der Sowjetunion gegeben habe: «Ich möchte die
Rede des Nato-Generalsekretärs [Manfred] Wörner am 17. Mai 1990 in Brüssel
zitieren. Er sagte damals, die Tatsache, dass sie bereit seien, keine
Nato-Armee ausserhalb deutschen Territoriums zu stationieren, gebe der
Sowjetunion eine feste Sicherheitsgarantie.»
Was Putin unterschlägt: Wörner sprach von der Bereitschaft des westlichen
Bündnisses, Nato-Truppen nicht über das «Gebiet der Bundesrepublik» hinaus zu
stationieren. Wörner bezog sich nicht auf eine mögliche Erweiterung der Nato
jenseits der DDR. Es ging ihm um die Frage eines möglichen Sonderstatus des
östlichen Teils des vereinten Deutschland in der Nato für eine Übergangszeit.
Das geht klar aus seinem von Putin unterschlagenen Zusatz hervor.
Einer der wichtigsten Zeitzeugen war Horst Teltschik. Als damaliger
aussenpolitischer Berater Kohls hat er 1989/90 an allen Gesprächen des Kanzlers
mit Bush, Baker, dem französischen Präsidenten François Mitterrand, der
britischen Premierministerin Margaret Thatcher und Gorbatschow sowie an
diversen Gipfeltreffen von Nato und EU teilgenommen. Teltschik sagt: «Zu keinem
Zeitpunkt war die Rede von einer Erweiterung der Nato über Deutschland hinaus.
Es wurde nur über den Übergangsstatus der ehemaligen DDR und Berlins
verhandelt, solange sowjetische Truppen in der DDR stationiert waren.»
Das Ergebnis der Verhandlungen fand im Zwei-plus-vier-Vertrag vom 12. September
1990 mit der folgenden Formulierung seinen Niederschlag: «Ausländische
Streitkräfte und Atomwaffen oder deren Träger werden in diesem Teil
Deutschlands weder stationiert noch dorthin verlegt.»
Es geht nicht um eine äussere militärische Bedrohung
Die moralisch unterfütterten Behauptungen des Kremls über eine angebliche
Bedrohung russischer Sicherheitsinteressen durch das «Vorschieben von
Nato-Stosskräften und Infrastruktur an Russlands Grenzen» verstellen den Blick
auf die tatsächlichen Beweggründe Moskaus für den Truppenaufmarsch an der
Grenze der Ukraine. Es geht dabei hauptsächlich nicht um äussere militärische
Bedrohungen. Für das System Putin sind primär innere Faktoren für sein
Verhalten nach aussen massgeblich. Was hingegen Putins Aussenpolitik prägt, ist
das Gespenst der «Farbrevolutionen», also demokratischer und rechtsstaatlicher
Verhältnisse in Russlands Nachbarländern. Der Kreml befürchtet, dass diese
seine Herrschaft untergraben könnten.
Diese Diagnose der Kreml-Krankheit wird inzwischen auch in nationalpatriotischen
Kreisen geteilt. Das geht aus einem «Aufruf» hervor, mit dem sich der
pensionierte Generaloberst Leonid Iwaschow Ende Januar an die Behörden und
seine Landsleute gewandt hat. Die grösste Bedrohung für Russland seien die
inneren Verhältnisse. Sie liege in einem fehlgeleiteten, maroden Staatsmodell,
mangelnder Qualität der Regierungsführung, der Ineffizienz des Macht- und
Verwaltungssystems sowie der Passivität und Desorganisation der Gesellschaft.
Das Aufschaukeln der Spannungen um die Ukraine sei in erster Linie
«künstlicher» Natur.
Dr. Hannes Adomeit ist Senior Fellow am
Institut für internationale Sicherheitspolitik (ISPK) an der Universität Kiel.
JDU: Gott … Du bist ja ein verquerer
deutscher Nationalist … hast Du in Deiner Verwandtschaft Menschen, die
von russischen Vergewaltiger belästigt worden??? Es gab auch deutsche
Vergewaltiger in Russland … Das ist normal im Krieg – immer.
CS: Ich bin politischer Realist.
Die meisten Menschen sind nur gut, wenn sie dazu angehalten oder gezwungen
werden. Das gilt für die Interessen von Staaten besonders.
Denke endlich politisch und realistisch.
Wer sich isoliert, verliert!
Nur als Gemeinschaft wie die EU und Nato kann man anderen Großmächten
widerstehen. Die Friedensdividende von 1990 ist von uns verfrühstückt worden.
Russland ist arm und die Oligarchenclique um Putin hat sich eine Ideologie
gebastelt, die man braucht, um andere zu unterdrücken.
Macht braucht Gegenmacht!
Wach auf!
JDU: Wer hat den Hass auf das neue
Russland geschürt? Jelzin war korrupt durch den Westen – vor allem durch
Deutschland und USA.
USA, Großbritannien, Frankreich wollten Kolonialmächte für Russland werden… heute
– und schon 1919.
Die Krieg-Hetzer sind
also im dekadenten Westen zu finden … auch bei den kapitalistischen
Konzerne… mit diesem Verbrechen, diesen Verrat an Russland räumte Gottseidank
Putin auf.
Als Du bei den Grünen ein glühendes Mitglied warst, da haben die RAF-Freunde
und -Sympathisanten den Ton in Deiner grünlichen Partei gegeben - auch viele
Stasi-Agenten waren bei den Grünen (sieh Friedensbewegung) … und
Pädophilie-Unterstützer … eine grünliche Partei , die von deutschen
Waffenkonzerne mit Spenden bedacht wurden und werden …
Das alles hast oder willst Du nicht bemerkt haben? Warst Du damals so naiv -
oder hast Du ganz einfach Deine Augen nicht geöffnet, Deine Ohren fest geschlossen
… weil Deine grüne Ideologie Dein Hirn weich gemacht hast?
Dagegen ist ja Putin ein edler Moral-Enge … Du warst dagegen der
grünlicher Teufel.
Ich erinnere mich genau, wie Du einst den Nazi, „Schwein“ und unserer Biolehrer
Dolde glühend verteidigt hast … auch den Nazi, Antisemit und
unseren Musiklehrer Roth angehimmelt hast … deshalb verstehe ich Deine heutige
Hysterie um einen uralten und toten Nazi in Künzelsau überhaupt nicht …
Außerdem - Schämst Du Dich eigentlich nicht , lieber Christian, bei dem üblen
Nazi und Germanist Fritz Martini in Stuttgart studiert zu haben - damals wusste
doch jeder in der Uni, welch ein Ober-Nazi der Martini bis 1945 und lange
danach war … warum hast Du nicht gewechselt - in Heidelberg oder Tübingen
studierst???
Ich verstehe Dich
überhaupt nicht. Mi Deinen heutigen Predigten…
Ja, ja - ganz genau wie Deine Sentenzen: „Macht braucht Gegenmacht.“ Wo war
Deine Gegenmacht geblieben…
Wo blieb Deine glühende Bibel-Wort „Wach auf!“ … in Deiner seltsamen Vita
voller braunen Flecken?
Alles vergessen - Deine braunen Denk-Sünden?
CS: Russland ist arm und gefährlich.
Das pro Kopf BIP von Russland beträgt 2021 11 000 Dollar. Deutschland und EU
bei 33 000 Dollar. USA bei 69 000 Dollar. China bei 12 000 Dollar.
Die Oligarchenclique um Putin schaufelte das Geld in die Rüstung.
Wir kaufen sein Gas und verschaffen ihm dadurch Devisen. Damit bedroht er uns
jetzt.
Ein pubertierenden Gangster, der zwar arm ist, aber eine Waffe hat.
Und keine Moral.
Gegen Macht verhilft nur Macht.
Alles andere ist Illusion und Weltfremdheit.
Viele Grüße
JDU: Ich habe die grünlichen und
mörderischen Kommunisten vergessen. Der kinderfickenden und Terroristen-Freund
Daniel Cohn-Bendit mit seinen Freund, mit dem (als stammelnde und sabbelnde Jean Paul Sartre
in Stuttgart) auftrat. Der Mao-Kommunisten Winfried Kretschmann (geb. 1948)
studierte als 24 und 31 jähriger erwachsener Mann … und trotzdem bejubelte dieser
Erwachsene WK den Verbrechen von Mao und anderen Funktionären in allen
kommunistischen Staaten - um es dann 1980 bei den Grünen zu landen. Und das waren
dazu Deine grünlichen Genossen - braun und rot … wo bleibt heute Deine
notwendige Selbstkritik an Deinen politischen Irrtümern???
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