Donnerstag, 18. August 2022

18.08.2022 - So klug

 Sahra Wagenknecht

"Statt die horrenden Energiepreise zu deckeln, setzt Wirtschaftsminister Habeck mit der Gasumlage noch einen drauf: Ab September sollen Verbraucher 2,4 Cent pro Kilowattstunde mehr für ihr Gas bezahlen. Das sind - inklusive Steuern - knapp 50 Euro mehr im Monat bei einem Verbrauch einer vierköpfigen Familie von 20.000 Kilowattstunden im Jahr. Und wohlgemerkt: Diese Mehrkosten durch die Gasumlage kommen noch zu den exorbitanten Preissteigerungen der Versorger hinzu. Schon jetzt zahlen Verbraucher das Dreifache wie noch vor einem Jahr – und da die Ampel weiter an der Sanktionsspirale dreht, statt sich für eine diplomatische Lösung stark zu machen, könnte das Heizen im Winter für viele unbezahlbar werden.

Ich finde es unfassbar, dass Herr Habeck mit der Gasumlage ein Belastungspaket für Verbraucher schnürt und die Inflation weiter anheizt. Statt einer Mehrbelastung von 50 Euro pro Monat bräuchte es eine Entlastung in Höhe von mindestens 100 Euro pro Monat. Der Grundverbrauch an Energie muss für alle bezahlbar bleiben! Dazu müssen Energiepreise gedeckelt und Gas- und Stromsperren verboten werden. Es kann nicht sein, dass normale Verbraucher zur Kasse gebeten werden für selbstzerstörerische Sanktionen, während große Öl- und Gaskonzerne den großen Reibach machen."

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